Storch Arthur, 22.03.1870 – 09.03.1947. Modelleur und Bildhauer. Entstammt einer Thüringer Porzellankünstlerfamilie. In den Jahren 1886-1888 Lehre im Atelier der „Volkstedter Porzellanfabrik“ bei dem akademischen Bildhauer Haase als Modelleur und nachfolgend im Betrieb tätig
Von 1897 – 1902 Studium an der Kunstakademie München, dann dort und ab 1911 in Hamburg als freischaffender Bildhauer tätig. Schuf bedeutende Plastiken in Stein und Bronze, die ihm sehr bald öffentliche Anerkennung und weitere bedeutende Aufträge brachten.
Werke: Tritonbrunnen (Bronze) München, Portalfigur der heiligen Elisabeth (Sandstein) Aschaffenburg, Marmorbrunnen und großer
Figurenfries – Rheintöchter – im Wiesbadener Kurhaus, David (gebrannter Ton) Realschule Hamburg.
Hervorragende Werke von ihm wurden von der Münchener Staatsgalerie, der Mannheimer Kunsthalle, der Hamburger Kunsthalle und vom Grassi-Museum Leipzig angekauft. Während des I. Weltkrieges kehrte Storch nach Volkstedt zurück und arbeitete hier für die „Aelteste Volkstedter Porzellan-Fabrik“ und für die ihr angeschlossenen „Schwarzburger Werkstätten für Porzellankunst“. Hier machte er durch seine Mitarbeit an der Ausgestaltung des Messehauses „Porzellanpalais Leipzig“ im Jahre 1921, ebenso wie Hugo Meisel, durch Porzellan-Großplastiken nachhaltig auf sich aufmerksam.